“Hamlet for two- Hamlet fort wo” 2008, Lille, Frankreich
Konzept/Choreographie: Katja Wachter
Konzept: Katja Wachter
Tanz/Choreographie: Katrin Schafitel, Katja Wachter
Kostüme: Evelyn Straulino
Visuals: Jan Wachter
Licht: Karl Schlagenhaufer
Dauer: ca. 35 min
Wenn wir an Hamlet denken, sehen wir vor unserem inneren Auge das klassische Bild:
Ein bleicher Jüngling im tiefschwarzen Samtanzug, der mit existenziellem Blick einen Totenschädel in seiner Hand anstarrt und „Sein oder nicht sein“ murmelt. Aber was noch?
Die wohl bekannteste Figur der Theatergeschichte wird Ausgangspunkt und Experimentierfeld für zwei Tänzer, die versuchen einen etwas vollständigeren Blick auf diesen Charakter zu werfen.
Hamlet bietet sich in tausenderlei Varianten dar, jeweils abhängig von Ideologie und Weltsicht des Betrachters. Die Möglichkeiten der Deutung scheinen unendlich und machen das Stück zu einem „Hamlet im Plural“. Hamlet gibt es offensichtlich gar nicht als einen, sondern nur in der Vielzahl seiner Lesearten, Interpretationen, Inszenierungen, Übersetzungen, Bearbeitungen, Verarbeitungen und Weiterdichtungen in anderen Medien, in denen er immer neu „wieder erfunden“ wird.
Das Stück „Hamlet for two- Hamlet fort wo“ konter- karikiert eine aufs äußerste reduzierte, geraffte Darstellung des Stoffes mit den verschiedensten intellektuellen Rezeptionslinien.
Die beiden Darstellerinnen arbeiten sich von diesen zwei Seiten an den „echten“ Hamlet heran und verlieren sich in einem unergründlichen Dickicht aus Originalzitaten, Interpretationen und dem Versuch, der Figur Hamlets tänzerisch Herr zu werden.
Mit Unterstützung der Tanztendenz München e.V.
Das Stück wurde als deutscher Beitrag für „Reperages- Danse a Lille“ 2008 ausgewählt.
Technische Anforderungen:
Bühne:
- minimum 9x9 m
- weiße Rückwand oder Opera
- schwarzer Tanzteppich
Technik:
- Video Beamer
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Shutter/Blende
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DVD Player, schnurloses Mikrofon plus Ständer
L icht: separater Plan